Scarlett Johansson singt Tom Waits und im Video tritt Salman Rushdie auf.
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Scarlett Johansson singt Tom Waits und im Video tritt Salman Rushdie auf.
Das kleine Land am Mittelmeer beschäftigt die Deutschen unablässig.
Das Wirken der philosemitischen Kitschiers wie Iris Berben und Lea Rosh hat offensichtlich nicht die gewünschte Wirkung. Längst gibt es eine Paralellwelt der Sonntagsreden mit Vollpfrofis wie Rosh und Berben an der Spitze und dann gibt es eben das: In der zitierten Umfrage kam heraus, dass 65 Prozent der Deutschen sich von Israel bedroht fühlen. 45 Prozent wiederum von den USA.
Wie kann das sein? So ein kleines Land mit sechs Millionen Einwohnern, so groß wie Hessen, von dem man sich unter der Führung von Roland Koch aber eher bedroht fühlen kann als von Israel?
Wiglaf Droste hat einmal völlig zutreffend gesagt, dass viele Deutsche wohl unter Meinungsfreiheit verstünden, endlich wieder etwas gegen Juden und Israel sagen zu dürfen. Und so handelen viele Geschichten zu Israel davon, wie man das bloss anstellen kann.
Bis heute beschäftigt die Deutschen das obsessiv. Selbst Großmeister wie Heribert Prantl lässt das Thema nicht los.
Wie es gemacht wird, hat Prantl 2006 gezeigt. Mit dem ältesten aller antisemitischen Tricks, nämlich dem, man dürfe nichts gegen Israel sagen (um es dann ausführlich zu tun).
“Bomben auf Beirut, Krieg im Gaza-Streifen, Hunderttausende auf der Flucht. Welche und wie viel Israel-Kritik ist in diesen Tagen in Deutschland erlaubt?”
Natürlich ist jede Kritik erlaubt. Nur dass Menschen wie Prantl sie sich selbst wohl immer verkneifen (zum Glück), um sich dann irgendwann als heldenhafte Rebellen gegen ihr eigenes Ich zu präsentieren, diesen Kampf für allgemeingültig erklären.
Prantl steht in einer langen Reihe deutscher Israel-Rezeption, die einmal ganz anders angefangen hat. Doch egal, worum es ging: Immer war Israel Projektionsfläche. Reden die Deutschen über Israel, dann reden die Deutschen immer nur über sich selbst.
Militärisch fühlten sich die Deutschen mit ihrer seltsamen Armee (Landser-Schnack: “Die Bundeswehr ist dazu da den Feind aufzuhalten, bis eine richtige Armee kommt”) seltsam angezogen von den Heldentaten einer richtigen Armee: Der israelischen.
So schrieb der Spiegel 1967 begeistert über “Israels Blitzkrieg”: “Mit einer Musterdemonstration stählernen Sodatentums – für die Deutschen seit jeher die imponierendste aller Eigenschaften – schossen sie sich in die Herzen jenes Volkes, in dessen Namen einst alle Juden ausgerottet werden sollten. Ausgerechnet Juden, die deutsche Nazis für feig, faul und verkommen hielten, gewannen im Gegensatz zu den deutschen Herrenmenschen schon zum dritten Mal den Krieg gegen eine erdrückende Übermacht.”
Das war wohl tatsächlich damals so etwas wie eine weitverbreitete Meinung im auslaufenden Wirtschaftswunderdeutschland, das seine militärischen Phantasien aufs Mini-Land am Mittelmeer projezierte.
Diese Projektion gibt es bis heute: So behauptet der Ex-GSG-9-Kommandant Ulrich K. Wegener in einem Vanity Fair-Interview, die Israelische Armee hätte unter anderem die Guerilla-Methoden der SS-Einheit “Brandenburg” studiert und übernommen – was ja wohl für die Qualität der Nazi-Truppe spreche.
(Und es steckt ja auch in solchen und ähnlichen Bemerkungen bösartigerer Geister als Wegener, die Idee, die Nazis und die Israelis würden sich kaum unterscheiden und die Palästinenser die “Juden der Juden”, wie es in den siebziger Jahren in linksterroristischen Kreisen formuliert wurde)
Zeitgleich mit der Israel-Begeisterung, die Ende der Sechziger Jahre/Anfang der Siebziger ihren Höhepunkt erreichte (auch abzulesen zum Beispiel an der Popularität israelischer Künstler wie Abi und Esther Ofraim oder Daliah Lavi), kam ein anderer Ton auf, der, entstanden ganz links heute zum verdrängten, aber untergründig grummelnden Gefühl vieler Deutschen geworden ist.
Die Sympathie für die Pionier- und Kibbutz-Nation Israel wurde von der Idee des edlen Wilden in Form vom unterdrückten Palästinenser (und später dieser wiederum vom Lateinamerikaner und Kurden) abgelöst.
Das “Pali”-Tuch wurde Mode. Der Kommunarde Dieter Konzelmann hatte schon in den sechziger Jahren davon gesprochen, die Deutschen sollten ihren “Judenknacks” überwinden. Er selbst hatte vorgehabt dies zu tun, in dem er eine Bombe im jüdischen Gemeindezentrum von Westberlin platzierte.
So radikal sind die Deutschen nun nicht in ihrer Mehrheit: Doch das mit dem “Judenknacks”, den sie sich selbst attestieren und deren Therapie viele offensichtlich für vordringlich halten – das beschäftigt die Deutschen.
Eine deutsche Neurose. Eine Neurose die zum Beispiel darin besteht, dass kaum ein Land in Deutschland so hart kritisiert wird wie Israel – und dann gleichzeitig behauptet wird, “man darf nichts gegen Israel sagen”.
Eine Neurose, die darin besteht, dass der Großkommentator aus München nur unzureichend verpackt ein paar von den antisemitischen Knallern zünden kann, die jedes antisemitische Feuerwerk erst richtig schön macht. Zum Beispiel: Die Juden schaffen sich durch ihr Verhalten ihre Gegner selbst:
“Derer bedarf man nicht, um Israels Aggression im Libanon zu kritisieren, die sich als Rekrutierungshilfe für die Hizbollah erweisen wird. Man darf, muss es beklagen, dass Israel sich seine Feinde selbst züchtet und zur Verewigung eines mörderischen Konflikts beiträgt.”
Israel Aggression – dabei war es umgekehrt, Israel wurde angegriffen.
Nein, natürlich ist Israel selbst schuld.
“Gegen islamistischen Fanatismus hilft israelische Selbstfanatisierung nicht. Und das Recht auf Selbstverteidigung kann nicht dazu führen, internationale Regeln wie den Schutz der Zivilbevölkerung außer Kraft zu setzen.”
Selbstfanatisierung Israels – diese Infamie des Hobby-Psychologen aus München muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Unnötig zu erwähnen, dass Prantl damals Zustimmung erhalten hat. Nein, nicht Zustimmung. Hymnische Zustimmung.
Den Israelis kann das egal sein. Sie sind es gewöhnt.
Anders als die Deutschen, die den ganzen Tag über Israel nachdenken, denken die Israelis nicht den ganzen Tag über Deutschland nach.
Ähnlich verhält es sich mit den Amerikanern, denen Deutschland auch komplett schnuppe ist und die längst eher nach Asien schauen als ins verkorkste Europa.
Die Israelis vertreiben sich die Zeit lieber mit der Entwicklung von Software und der Fortentwicklung von Biotechnologie, ein Gebiet auf dem sie führend sind.
Und wir machen hier einfach noch mal 60 Jahre weiter mit der Frage “Was darf, was muss man gegen Israel sagen dürfen?”
Ohne mich und viel Spass dabei.
Herzlichen Glückwunsch Israel!
Die Konserve der Sendung kann man wie immer ein paar Stunden später hier abrufen (bis jetzt noch nicht im Programmschema eingetragen)
Rafael Seligmanns Sitzplatz im Studio war von Anfang an falsch gewählt: Er lavierte pausenlos zwischen Ilan Mor und den unsäglichen „Gesprächsteilnehmern“ Fuad Hamdan (Leiter des Dritte-Welt-Zentrums München, in Palästina geboren) und Marcel Pott (Abbildung, ehem. Nahost-Korrespondent der ARD, Fleisch gewordene Arroganz und Abkehr von der Realität).

Wenn Seligmann dafür plädiert, mit der islam-faschistischen Hamas zu verhandeln, betreibt er das Spiel der verlogenen und naiven Appeaseniks. Die Feinde Israels werden es ihm danken.
…selig ist an dem Mann höchstens seine borniert-besserwisserische Naivität…
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P.S.: Interessant übrigens auch, wie Hessen3 das Thema „Israels Staatsgründung“ behandelt:
22:15 - 01:35: Neu: Exodus, Spielfilm USA 1960
60 Jahre Israel 01:35 - 02:25: Neu: 1948 - jüdischer Traum, arabisches Trauma
Dass es selbst in Deutschland einige gibt, die ihre Sympathie mit Israel öffentlich bekunden, mögen einige andere nicht einfach hinnehmen.
Das antisemitische Argument ist diesen Kritikern der so genannten “Israel-Lobby” dabei ein treuer Begleiter. Ihre Anklage lebt im Kern von der These, dass hinter der Israel-Solidarität in Wahrheit ganz andere, fremde und also irgendwie schlechte Interessen und Ideologien stünden. Wenn man dem Islamexperten der FAZ Lorenz Jäger folgen mag, geht es in Wirklichkeit “um die Doktrinen von George W. Bush” und gegen die europäische Souveränität. Mearsheimer/Walt (”Die Israel Lobby” ) sahen bekanntlich die amerikanische Politik von Juden zum Vorteile Israels manipuliert. Beiden gemein ist die durch kein Faktum zu erschütternde These, die angeblich jüdisch dominierten Neocons hätten sich der US-Politik gegen die Interessen des Volkes bemächtigt, um ihr übles Werk zu verrichten und die Welt mit Krieg zu überziehen.
Um was geht es bei solchen niveaulosen Ergüssen im Klartext: Juden als Fremde, “Volksschädlinge” und “Vaterlandslose”, verschlagene Intriganten, raffinierte Strippenzieher, geheime (Über-)Macht, die unsereins, den ahnungslosen braven Bürger, für ihre teuflischen Pläne einspannen, etc. etc. etc.
Leider wird das Jäger-Pamphlet in Deutschland kaum ähnlich hohe Wellen schlagen wie etwa in Frankreich die Klage des Islamisten Ramadan über den angeblich übermäßigen Einfluss der jüdischen Intellektuellen.
Der befürchtete Tumult bei der Auktionärsversammlung der österreichischen OMV fand offenbar anders als erwartet statt. Die Vertreterin von “Stop the Bomb” wurde mit Pfiffen und Buh-Rufen vom Podium vertrieben. Das Geschäft mit der antisemitischen Republik Iran wurde allgemein eher begrüßt.
An salbungsvollen Worten fehlte es durchaus nicht, als das offizielle und offiziöse Deutschland dem Staat Israel unlängst zu dessen 60. Geburtstag gratulierte. Von „Freundschaft“ und einer „besonderen Verantwortung Deutschlands“ für den jüdischen Staat war da die Rede, vom gelungenen christlich-jüdischen Dialog und von intakten diplomatischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen. Dass das nicht einmal die halbe Wahrheit ist, zeigen zum einen zahllose Talkshows und Dokumentationen, Radio- und Fernsehbeiträge, Zeitungskolumnen und offene Briefe sowie Umfragen und Erhebungen, aus denen der als „Israelkritik“ kostümierte Antisemitismus nur so quillt. Zum anderen erweisen sich aber auch die Treueschwüre des verantwortlichen politischen Personals als hohle Phrasen, denn sie bleiben ohne handfeste Konsequenzen – insbesondere deshalb, weil nichts unternommen wird, um die iranischen Vernichtungspläne zu durchkreuzen. Christian J. Heinrich zeigt in seinem Gastbeitrag für Lizas Welt, wie übel dem Jubilar jenseits aller Bekenntnisse hierzulande mitgespielt wird – seit ehedem.
Als viele Überlebende dieser neuen deutschen „Freundschaft“ jedoch nicht trauten und nach Tel Aviv und Jerusalem gingen, um selbstbestimmt und nicht auf fremder Länder Wohlwollen angewiesen ein jüdisches Refugium, einen eigenen Staat zu schaffen, da war dem derart gekränkten Narzissten Grass nichts „beschämender als die kritiklose Feigheit vor dem Freund“. Mutig transformierte er mit seinen alten Kameraden und neuen Genossen die alte Obsession – den rassistischen Antisemitismus – in eine neue: So ereignete sich die Geburt der „Israelkritik“ aus dem Geist der Täterschaft von Auschwitz. Denn mit der Vernichtung der europäischen Juden und ihrem durch die Alliierten erzwungenen Ende war der herkömmliche Antisemitismus zwar gänzlich unhaltbar geworden, doch wollte man von den Juden mitnichten lassen.
Dass Europa und insbesondere Deutschland von einer „Lust am Einknicken“ gegenüber dem militanten Islam überwältigt sind und Israel damit de facto im Stich lassen, wie es Henryk M. Broder konstatierte, dass die freie Welt „wie paralysiert“ auf die Bedrohung durch den fundamentalistischen Islam reagiert und der Westen dabei gar nicht merkt, „wie sehr er sich selbst auflöst“, wie dies der deutsch-türkische Schriftsteller Zafer Senocak feststellte, bleibt unzureichend erklärt, solange nicht auf die kulturellen und politischen Verbindungen zwischen antimodernem Hass im Islam und antimodernem Selbsthass im Westen reflektiert wird, die im Ressentiment gegen Israel und die USA ihr gemeinsames Objekt der ebenso projektiven wie destruktiven Begierde finden. Broder befand einmal: „Weil die deutsche Psychose auf zwei Füßen steht, dem Antisemitismus und dem Antiamerikanismus, sind mal die Juden und mal die Amis dran.“ Diese Psychose ist aber keineswegs auf die autochthonen Deutschen beschränkt; sie ist Ausdruck des antiwestlichem Ressentiments überhaupt und findet sich quer durch die politischen Lager und die (multi-) kulturellen Milieus.
Appeasement statt ultima ratioIn Teil 1 des Beitrages Israels Geburtstag: BBC erteilt Geschichtsunterricht hatte Castollux darauf hingewiesen, dass Jeremy Bowens Dokumentation bald überall erhältlich sein werde.
Hier nun die Glanztat des Nahost-Cheferklärers der BBC in 6 Teilen auf YouTube:
Weiter geht es dann hier mit den Teilen 2, 3, 4, 5, 6)
„Dass Amerika angeblich die gleichen Verbrechen verübte, die sie ihrer deutschen Elterngeneration vorhielten, gab den jungen Linken das gerade noch so vehement negierte Vaterland zurück. Im projektiven antifaschistischen Widerstand gegen die USA bügelten sie den nationalen Selbstverlust aus, den Deutschland durch die unvergleichliche Katastrophe des Nationalsozialismus erlitten hatte. Im Kampf gegen Nazi-Amerika konnte man jetzt endlich wieder ein guter Deutscher sein. Der Antiamerikanismus der Linken war die einzig zeitgemäße Möglichkeit, den nationalen Widerstandsgeist gegen die fremden Eroberer zu retten.“
Was Richard Herzinger und Hannes Stein hier so vortrefflich im Bezug auf die USA auf den Punkt bringen, gilt ebenfalls für den von Linken verhassten Staat Israel, der passender Weise am 8. Mai diesen Jahres seinen 60. Geburtstag feiern konnte. Im projektiven antifaschistischen Widerstand halluzinieren radikale Linke islamistische Terrorrackets zu legitimen nationalen Befreiungsorganisationen und die Reaktion staatlich organisierter Militäreinheiten zum Terrorismus. Ganz im Gegensatz zu ihrem auserkorenen Vordenker, Leo Davidowitsch Bronstein, sind gerade die Trotzkisten in Sachen Antisemitismus absolute internationale Weltklasse. Doch um endlich zum Angriff überzugehen, muss vorerst die Rolle als verfolgte antifaschistische Unschuld reklamiert werden. David Schultz aka Holger Burner, der Chefrapper der trotzkistischen Vereinigung namens SAV, hat diese Aufgabe - wie man in seinem Blog nachlesen kann - freiwillig übernommen:
“Gewaltandrohungen im Netz
Von Nazis bin ich Gewaltandrohungen gewohnt, das ich gewalt angedroht bekomme von Leuten, die manche leider trotz aller rassistischen Ideologie immer noch für Links halten wird manche überraschen, mich nicht mehr…
Für die Leute, die in der normalen welt und nicht nur im Internet ihre positionen beziehen: Es gibt ein grüppchen in der deutschen Autonomen szene, das jeden praktisch arbeitenden linken als Antisemiten anpisst, mich als SAVler immer noch mehr, weil unsere internationale auch noch die frechheit hat, in Israel genossInnen zu haben, die dort lieber in den Knast gehen, als die Interessen des Isrealischen Staates durch Militärpräsenz in Palästina zu vertreten… eigentlich sind diese Gruppen komplett unwichtig, aber im Netz blähen sie sich auf. So bekomme ich mails wie diese:
“Dir sollte man solange auf die Fresse hauen bis dir das Blut aus Deinem antisemitischen Arschloch sprudelt.”
von Usern wie diesem:
http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendid=115721675
Normalerweise ignorier ich sowas, aber ab und zu sollte man in die Öffentlichkeit tragen, was von solchen Menschen kommt, weil sich manche noch versuchen inhaltlich mit ihnen Auseinanderzusetzen…
Aufmerksamkeit muss man ihm trotzdem nicht geben, aber sich bewusst sein, was für menschen manchmal auf unseren demos rumlaufen (auf Streiks sieht man sie nicht, da müssten sie sich ja mit normalen ArbeiterInnen abgeben…)
The Workers united will never be defeated!” (Rechtschreibfehler, wie im Original.)
Die paranoide Scheiße der sich die radikale Linke regelmäßig hinzugeben scheint, hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Bedeutungsloser Spam mutiert in Holgis Hirn zu einem ernstzunehmenden Elefanten. Hauptsache die Mücke hat angedroht zu stechen. Das reicht um endlich wieder einmal in den Krieg gegen “Antideutsche” und “Israel” bzw. “Is real” zu ziehen. Wenigstens erst einmal verbal…
Wem das, und die Kommentarfunktion unter Holgis Beitrag, nicht genügt der darf seine Rage im HipHop Partisan2 Forum ausagieren. Dort sammeln sich all jene linken Freunde des schlechten Geschmacks die es nicht ertragen können, dass die Realität in der sie tagtäglich leben müssen eine gänzlich andere ist, als sie es sich in ihrem linksfaschistoiden Brain immer herbei halluziniert haben. Der notorische Anti-Antideutsche Arian Wendel aka Genosse36 geht dann auch in der Debatte um Holgis Burner als Erster in die Offensive:
“ausserdem ist es doch gut und richtig antideutsche zu hauen…”
Die Gefahr, dass das halbe Hemd Wendel jetzt gemeinsam mit dem ebenso unsportlichen Holger Burner durch die Straße zieht und so genannte Antideutsche zusammenschlägt ist nicht groß. Die Gefahr, dass sportliche Jugendliche - egal ob nun mit oder ohne Migrationshintergrund - aufgestachelt durch die antizionistische und antihumanistische Hasspropaganda letztendlich zur Tat schreiten, ist aber dann doch nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Diesem Potenzial immer wieder Munition zu liefern, ist die Aufgabe der Wendels und Schultzes dieser Welt. So verwundert es auch kaum, dass das Mittelalter immer noch in Kreuzberg wohnt:
“Nicht nur in den Bauernhäusern, sondern auch in den Wolkenkratzern der Städte lebt neben dem zwanzigsten Jahrhundert heute noch das zehnte oder dreizehnte. Hunderte Millionen Menschen benutzen den elektrischen Strom, ohne aufzuhören, an die magische Kraft von Gesten und Beschwörungen zu glauben. Der römische Papst predigt durchs Radio vom Wunder der Verwandlung des Wassers in Wein. Kinostars laufen zur Wahrsagerin. Flugzeugführer, die wunderbare, vom Genie des Menschen erschaffene Mechanismen lenken, tragen unter dem Sweater Amulette. Was für unerschöpfliche Vorräte an Finsternis, Unwissenheit, Wildheit!” Leo Davidowitsch Bronstein
Finsternis, Unwissenheit und Wildheit sind nur drei von unzähligen Komponenten des Wahnsinns der nicht nur, aber dafür recht häufig in Kreuzberg und dem Schanzenviertel beheimatet ist. Wenn es aber stimmt, dass die dümmsten Bauern, die dicksten Kartoffel ernten, dann haben unsere linken Freunde bald einen Haufen deutschnationaler Kartoffeln am Arsch. Dann bleibt einem nur noch lächelnd darauf hinzuweisen, dass wer Hass sät, bekanntlich auf die Ernte warten soll, bis er dann endlich jene Ergebnisse präsent bekommt, die er verdient hat…
Von den Analysten aus der Londoner City erhalte ich regelmäßig Updates zum Zustand der britischen Wirtschaft. Dabei wundere ich mich immer wieder, was Ökonomen so alles mit der englischen Sprache anstellen können. Heute zum Beispiel erklärt mir der Analyst einer sehr großen US-Bank, dass wegen Inflationsgefahren mit einer schnellen Zinssenkung durch die Bank of England (BoE) wohl erst einmal nicht zu rechnen ist. Dabei wären niedrigere Zinsen eigentlich geboten, meint der Analyst. Und warum? Darum:
BoE will have to lower rates modestly further to support a rapidly moderating economy.
Das ist Londoner City-Ökonomen-Englisch, wie es schöner nicht sein kann. Vulgärökonomen und Laien hätten vielleicht angenommen, dass sich das britische Wirtschaftswachstum schlichtweg und einfach abgeschwächt hätte. Das ist auch unschwer zu übersehen, weshalb es dafür eigentlich gar keine Analysten bräuchte. Aber diese können das Offensichtliche flugs in eine sich “schnell mäßigende Wirtschaft” umbenennen - und schon haben sie die Deutungshoheit wiedergewonnen.
Neuesten Meldungen zufolge entlassen die Londoner Banken derzeit übrigens über 300 Analysten pro Woche. Anscheinend hat sich die Nachfrage nach ökonomischer Poesie drastisch gemäßigt.
Die Ökosteuer war von Anfang an eine konzeptionelle Mißgeburt: eine Steuer, die der Umwelt helfen soll, aber zur Quersubventionierung der Rentenkasse dient ohne der Umwelt direkt zu helfen gehört angesichts immer weiter steigender Preise an den Zapfsäulen abgeschafft!
Die Energiepreise sind seit der Einführung der Ökosteuer so stark gestiegen, dass zum Sparen keine weitere künstliche Verteuerung neben der Mineralölsteuer nötig ist- es sei denn, man will einen Preis von 5 DM für den Liter Benzin wie die Grünen. Den Tanktourismus, gerade in Grenzregionen wie dem Saarland, kann man so endlich auch begrenzen- das bringt dem Staat auch mehr Geld. Der Staat hat trotz Steuersenkungen auch nicht dauerhaft nicht weniger Einnahmen, da die Treibstoff-Preise sowieso weiter steigen- und damit auch die Steuern immer weiter mit.
Die Ökosteuer muss weg- Mobilität darf kein Luxusgut werden!